Gute Nachricht für das Kulturhaus Karlshorst.
Die Zukunft des zu Teilen inzwischen baufälligen
Kulturhauses in der Treskowallee 112 ist gesichert.
Die Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung hatte 2008 mit einem
Beschluss den Weg für eine Neubebauung des Grundstückes frei gegeben.
Mit dem Investor Lührs & Holst wurde ein Bauherr gewonnen, der
bereits in vielen Details die Vorstellungen des Bezirksamtes Lichtenberg
teilt und der am angestammten Platz ein modernes, mehrfunktionales
Gebäude errichten will, in dem der kulturellen Nutzung ein
hervorragender Platz eingeräumt wird.
Der Bezirk Lichtenberg ist mit diesem Vorhaben entgegen dem verbreiteten
Trend zur Schließung von kommunalen Kultureinrichtungen in der Lage,
voraussichtlich im Jahr 2012 ein neues Kulturhaus eröffnen zu können.
Nun kann Planungssicherheit für eine Vielzahl von kulturellen und
künstlerischen Initiativen und Nutzern geschaffen werden, die den
Kulturstandort Karlshorst auch zukünftig beleben werden.
Mit dem Neubau wird die städtebauliche Lösung komplettiert, mit der am
Bahnhof Karlshorst ein neues und anspruchvolles Ortsteilzentrum nach Maß
entstehen wird, in das Bezirk, HOWOGE sowie Lührs& Holst
umfangreich investieren.
Das Kulturhaus Karlshorst in seiner jetzigen Form beendet am
28.September 2010 seine Ausstellungs- und Veranstaltungstätigkeit. Davor
gibt es am 27.September einen „Tag der offenen Tür" und am 28.September
die Abschlussveranstaltung mit der „Tower Jazzband“ und
Überraschungsgästen.
Damit Sie sich ein Bild über die Ausgangslage und einzelne Entwurfsvorlagen für ein neues Kulturhaus in Karlshorst sowie den Planungsstand und die andauernde Diskussion machen können, haben wir Ihnen die wesentlichen Unterlagen und Dokumente zusammengestellt. Bitte machen Sie davon reichlich Gebrauch und nutzen Sie die Möglichkeit, an öffentlichen Vorstellungen und Gesprächen teilzunehmen.
Das Kulturhaus in Karlshorst zählt zu den größten und ältesten Kultureinrichtungen in Lichtenberg. Ansicht: Ausschnitt aus einer Postkarte, um 1900
Ursprünglich als Tanz- und Vergnügungslokal errichtet, dient es seit 1966 bis heute als Kulturstandort, u.a. wurde hier der erste Musikschulstandort in Lichtenberg gegründet. Ansicht: Postkarte "Königs Festsäle", um 1900
Als eines der letzten kommunalen Kulturhäuser in Berlin kann das Kulturhaus seit den 1990er Jahren auf eine lebendige Kunst- und Kulturentwicklung und eine bewegte Geschichte zurückblicken.
Immer wieder haben seine zahlreichen Besucherinnen und Besucher, hier ansässige Künstlerinnen und Künstler und die hier beheimateten Kulturvereine um den Fortbestand dieses in die Jahre gekommenen Gebäudes gefürchtet. Bausubstanz und Fassade des Kulturhauses verfielen über die Jahrzehnte. In die bauliche Unterhaltung konnte trotz intensiver kultureller Nutzung nicht nennenswert investiert werden, da weder das Land Berlin noch der Bezirk über die nötigen Mittel in Höhe von 5 bis 10 Millionen € verfügte.
Um den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern in Karlshorst jedoch zeitgemäße Angebote für Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen machen zu können sowie moderne Probe- und Projekträume für ortsansässige Künstlerinnen und Künstler zu schaffen, entschied man sich für die Erhaltung des Kulturhauses als Kulturstandort.
Im Jahre 2006 entstand im Bezirksamt die Idee, das Grundstück des Kulturhauses (Treskowallee 112/Dönhoffstraße 42) an einen privaten Investor zu verkaufen mit dem Ziel, einen Neubau für das Kulturhaus an dieser Stelle und gleichzeitig auch eine städtebauliche Lösung für die angrenzenden Grundstücke (Dönhoffstraße 40 und 41) zu erreichen.
Zu diesem Zweck wurde ein Interessenbekundungsverfahren für private Investoren angeregt. [weiter>>]