Mit dem Neubau des Kulturhauses in Karlshorst erhält
Lichtenberg einen neuen Standort für Kunst und Kultur. Mit der Wiedereröffnung
2012 stehen moderne Räume für Ausstellungen in der Galerie Carlshorst sowie
für Konzerte, Theater- und Tanzaufführungen, Filme und vieles mehr zur Verfügung.
Der langfristige
Mietvertrag für das neu zu errichtende Kulturhaus an der Treskowallee 112 wurde
am 25. November 2010 von der Lichtenberger Bezirksstadträtin für Kultur und
Bürgerdienste, Katrin Framke (Die Linke), und dem Investor für den Neubau,
Matthias Holst, unterzeichnet.
Damit wurde aus
dem Wunsch vieler Künstlerinnen und Künstler, Bürgerinnen und Bürger und der
überwiegenden Mehrheit der Bezirksverordneten endlich Wirklichkeit. Mit dem
Neubau an der Treskowallee, der das alte und vor allem baufällige Kulturhaus
ersetzt, ist auch eine städtebaulichen Neuordnung und Aufwertung des
Ortsteilzentrums Karlshorst verbunden.
Katrin Framke:
„Mit dem Abschluss des Mietvertrages setzt Lichtenberg berlinweit ein
kulturpolitisches Zeichen für die Zukunft. Während der Trend zur Einschränkung
kommunaler Kulturprojekte geht, wird im Bezirk Lichtenberg Raum für Kultur
eröffnet und langfristig gesichert. Dies macht auch deutlich, dass
Hauptstadtkultur nicht an den Grenzen der Innenstadtbezirke endet.“
Bei einem „Wunschkonzert“ – einem Workshop zur
Ideenfindung am 31. Mai 2011 – wurde
gefragt, wie ein kultureller Leuchtturm in Lichtenberg errichtet werden kann,
was wir erwarten, wie sich kulturelle Tradition und neue Formate in den Künsten
verbinden lassen und wie wir gemeinsam ein interkulturelles und regionales
Publikum gewinnen.
Damit Sie sich ein Bild über die Ausgangslage und einzelne Entwurfsvorlagen für das neue Kulturhaus in Karlshorst sowie den Planungsstand und die Umsetzung machen können, haben wir Ihnen die wesentlichen Unterlagen und Dokumente zusammengestellt.
Dr. Ute Müller-Tischler
Fachbereichsleiterin Kunst-und Kultur
Das Kulturhaus in Karlshorst zählt zu den größten und ältesten Kultureinrichtungen in Lichtenberg. Ansicht: Ausschnitt aus einer Postkarte, um 1900
Ursprünglich als Tanz- und Vergnügungslokal errichtet, dient es seit 1966 bis heute als Kulturstandort, u.a. wurde hier der erste Musikschulstandort in Lichtenberg gegründet. Ansicht: Postkarte "Königs Festsäle", um 1900
Als eines der letzten kommunalen Kulturhäuser in Berlin kann das Kulturhaus seit den 1990er Jahren auf eine lebendige Kunst- und Kulturentwicklung und eine bewegte Geschichte zurückblicken.
Immer wieder haben seine zahlreichen Besucherinnen und Besucher, hier ansässige Künstlerinnen und Künstler und die hier beheimateten Kulturvereine um den Fortbestand dieses in die Jahre gekommenen Gebäudes gefürchtet. Bausubstanz und Fassade des Kulturhauses verfielen über die Jahrzehnte. In die bauliche Unterhaltung konnte trotz intensiver kultureller Nutzung nicht nennenswert investiert werden, da weder das Land Berlin noch der Bezirk über die nötigen Mittel in Höhe von 5 bis 10 Millionen € verfügte.
Um den zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern in Karlshorst jedoch zeitgemäße Angebote für Konzerte, Theateraufführungen und Ausstellungen machen zu können sowie moderne Probe- und Projekträume für ortsansässige Künstlerinnen und Künstler zu schaffen, entschied man sich für die Erhaltung des Kulturhauses als Kulturstandort.
Im Jahre 2006 entstand im Bezirksamt die Idee, das Grundstück des Kulturhauses (Treskowallee 112/Dönhoffstraße 42) an einen privaten Investor zu verkaufen mit dem Ziel, einen Neubau für das Kulturhaus an dieser Stelle und gleichzeitig auch eine städtebauliche Lösung für die angrenzenden Grundstücke (Dönhoffstraße 40 und 41) zu erreichen.
Zu diesem Zweck wurde ein Interessenbekundungsverfahren für private Investoren angeregt. [weiter>>]